Alle anderen Babys schreien durchschnittlich etwa 30 Minuten pro Tag, wenn sie hungrig oder müde sind. Als Schreibaby gilt ein Säugling, der täglich mehr als drei Stunden an mindestens drei Tagen der Woche über mehr als drei Wochen aus unerklärlichen Gründen schreit und sich kaum beruhigen lässt.
Verdauungsstörungen, Koliken oder Steuerungsstörungen wie der Schiefhals können Ursachen sein. Früher nahm man an, dass Schreikinder unter den so genannten Dreimonatskoliken leiden und deshalb vermehrt schreien. Jedoch wissen Ärzte heute, dass die Koliken oft Ursache des vermehrten Schreiens sind.
Bei etwa 5-10% aller Säuglinge (von Kries et al., 2006; Wurmser, Laubereau, Hermann, Papousek, & von Kries, 2001) bleibt die Regulationsstörung über den 3./4. Monat hinaus bestehen. Bei diesen Kindern sind meist mehrere Regulationsbereiche betroffen.
Dreimonatskoliken (Regulationsstörungen): Anhaltendes Schreien eines Babys – meist nach dem Füttern – ohne erkennbare Ursache. Als "Schrei-Baby" gilt ein Säugling, der mehr als 3 Stunden pro Tag an mind. Diese sogenannten Dreimonatskoliken beginnen meist um die 2. Lebenswoche und nehmen bis etwa zur 6.
Säuglingen und Kleinkindern ist es nur möglich, ihr Verhalten in der Interaktion zu regulieren, d. h., sie können dies nur im direkten Austausch mit ihren Eltern. Aus diesem Grund findet man Regulationsstörungen häufig zusammen mit Belastungen oder Störungen der frühen Eltern-Kind-Beziehungen.
Eine Regulationsstörung im Säuglingsalter (früher teilweise auch Dreimonatskoliken genannt) bezeichnet die außergewöhnliche Schwierigkeit eines Säuglings, sein Verhalten in einem, häufig aber in mehreren Interaktions- und regulativen Kontexten (Selbstberuhigung, Schreien, Schlafen, Füttern, Aufmerksamkeit) angemessen
High Need Babys sind demnach: Intensiv: Bereits als Neugeborene äussern sie ihre Bedürfnisse lauter, eindringlicher und ausdauernder als andere Babys. Mit ihrem Weinen und ihrer Körpersprache geben sie klar und deutlich zum Ausdruck, dass sie etwas brauchen - und zwar jetzt sofort.
Eine Speiseröhrenentzündung oder Sodbrennen/Reflux plagen ebenfalls die wenigsten von ihnen. Falls Schreibabys einen Blähbauch haben, liegt die Ursache dafür meist nicht in Koliken, sondern im Schreien selbst - der Bauch bläht sich durch die dabei geschluckte Luft.
Die körperliche Nähe zur Mutter in einem Tragetuch oder einer Tragehilfe hilft Deinem Schreibaby, die scheinbar nicht enden wollende Schreiattacken zu überwinden und einzuschlafen. Wenn Dein Baby in der Tragehilfe eingeschlafen ist, kannst Du es am besten in einer Federwiege mit Babyhängematte ablegen.
Was tun, wenn das Baby ohne ersichtlichen Grund schreit
- Auch wenn es schwer fällt: Versuchen Sie auf jeden Fall ruhig zu bleiben.
- Versuchen Sie Ihr Kind zu beruhigen – durch Zureden, Vorsingen, Körperkontakt, sanfte Massage.
- Vermeiden Sie allzu hektische Beruhigungsversuche, und probieren Sie nicht zu viel aus.
Tragen Sie Ihr Baby am Körper, wiegen Sie es auf dem Arm oder schaukeln Sie es im Kinderwagen. Im so genannten „Kolik-„ oder „Fliegergriff“ können Sie mit dem Baby rhythmisch tanzen. Eine Wärmflasche oder ein warmes Kirschkernkissen unter den Bauch unterstützen diese Wirkung möglicherweise.
Viele Babys lassen sich mit Musik beruhigen. Manchmal helfen aber auch einfache und monotone Alltagsgeräusche, wie das Brummen eines Staubsaugers oder das Rauschen eines Haartrockners zum Beispiel. Auch die rumpelnde Waschmaschine kann dein Baby beruhigen.
In einer Schreiambulanz werden „Schreibabys“ behandelt. Dabei handelt es sich um Säuglinge, die durch „exzessives Schreien“ auffallen, aber auch Säuglinge, die etwa Schlaf- und Fütterstörungen zeigen, die unter den Regulationsstörungen im Säuglingsalter zusammengefasst werden.
Babys schreien, weil sie ihre Bedürfnisse noch nicht anders ausdrücken können. Schreien ist für sie der einzige Weg zu zeigen, dass ihnen etwas fehlt. Trösten Sie Ihr Kind, wenn es schreit. So erlebt es, dass Sie für es da sind, und kann Vertrauen aufbauen.
Säuglinge So viel Schreien ist normal. Etwa zwei Stunden täglich weinen und schreien Kinder in den ersten sechs Wochen ihres Lebens.
Was es auch sein kann: Vielleicht zahnt Dein Kind gerade und spürt den Schmerz bis zu den Ohren. Beobachte, ob Dein Kind auf den Fingern kaut und ob am Gaumen Schwellungen, Rötungen oder sogar erste kleine Zähnchen zu sehen sind. Manche Babys zupfen sich auch an den Ohren, wenn sie müde sind.
Viele Mütter berichten davon, dass Ihr Baby abends zwischen 18 und 20 Uhr kaum zu beruhigen ist und scheinbar grundlos schreit. Bei einigen Babys setzt dieses Schreien täglich um die gleiche Zeit ein, was bei den Eltern dazu führt, dass sie die frühen Abendstunden regelrecht fürchten.
Nachtschreck ist eine Schlafstörung bei Kindern, die Eltern Angst machen kann. Zum Glück ist sie für Kinder ungefährlich. Beim Nachtschreck schreckt dein Kind plötzlich aus dem Schlaf auf, schreit und ist nicht ansprechbar. Wer das zum ersten Mal erlebt, ist oft sehr erschrocken.
Ab dem Alter von sechs Wochen nimmt das unspezifische Schreien bis zum dritten Monat laufend ab. Wie aber können Sie bis dahin mit der schwierigen Zeit am frühen Abend umgehen? Zuerst einmal ist es sicher hilfreich zu wissen, dass das abendliche Schreien normal ist und nach einigen Wochen auch wieder aufhören wird.