Die Kosten für eine Cochlea-Implantat-Versorgung liegen einschließlich Rehabilitations-Maßnahmen bei rund 40.000 Euro. Sie werden von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel übernommen.
Ein Cochlea-Implantat hingegen ist nicht auf die Umwandlung des Schalls durch das Innenohr angewiesen. Im Unterschied zu Hörgeräten umgeht es die beschädigten Haarsinneszellen und stimuliert den Hörnerv direkt elektrisch. In den modernen Industrieländern ist die CI-Versorgung längst etabliert.
Bei klassischen implantierbaren Hörgeräten wird das normale Hören unterstützt, indem Außen- und Mittelohr umgangen werden, um das Innenohr direkt anzusprechen, das aus Schall elektrische Signale für das Gehirn macht. Dieses wird nun vom Cochlea-Implantat auch noch umgangen.
Cochlea-Implantate sind deshalb immer dann sinnvoll, wenn die Haarzellen entsprechend geschädigt sind und mit einer anderen Versorgung das Sprachverstehen nicht gewährleistet werden kann. Es gibt mehrere Gruppen von Patientinnen und Patienten, die von einem Cochlea-Implantat profitieren können.
Das Cochlea-Implantat (CI) ist eine elektronische Innenohrprothese für Menschen mit hochgradigem Hörverlust, mit Taubheit oder Gehörlosigkeit, denen analoge oder digitale Hörgeräte kein Sprachverständnis mehr ermöglichen.
CI-Träger können immer nur annähernd „normal“ hören. Wie weit diese Annäherung geht und wie schnell sie erreicht wird, hängt ganz vom einzelnen Patienten, der Dauer und Ursache der Taubheit, vom Verlauf der Operation, dem Stand der Technik und der Qualität der Nachsorge ab.
Die Cochlea ist ein Teil des Innenohrs, der an die Form eines Schneckengehäuses erinnert. Er umfasst das Corti-Organ, die Stria vascularis, sowie Endolymphe und Perilymphe. Die Cochlea ist der Sitz der eigentlichen Schallempfindung.
An der Rehabilitation der CI-Träger sind Logopäden, Pädaudiologen, Psychologen, Erzieher und Sonderpädagogen (Gehörlosenlehrer) beteiligt.
Der entscheidende Durchbruch gelang 1978 Professor Graeme Clark (Universität Melbourne, späterer Gründer des Unternehmens Cochlear Limited, s. Bild). Er implantierte ein mehrkanaliges intracochleäres System mit transkutaner Übertragung und tragbarem Sprachprozessor.
Ein Cochlea-Implantat (CI oder auch elektronische Hörprothese) ist ein elektronisches medizinisches Gerät, welches die Funktion der beschädigten Teile des Innenohrs übernimmt. Dabei wandelt es Schall in elektrische Signale um und leitet diese direkt an den Hörnerv weiter.
Ein Kind, das ein Cochlea-Implantat in einem Ohr und einen hochgradigen Hörverlust ohne Verstärkung im anderen Ohr hat, kann nur mit einem Ohr hören.
Die OperationDer HNO-Chirurg macht dabei einen Einschnitt hinter dem Ohr, um das Cochlea-Implantat unter der Haut anzubringen. Danach wird das Implantat eingesetzt und der Elektrodenträger vorsichtig in die Hörschnecke (Cochlea) des Patienten eingeführt.
Ein Cochlea-Implantat ist ein Hörsystem für Menschen mit starker bis hochgradiger Hörminderung. Es wandelt Schall in elektrische Signale um und leitet diese direkt an den Hörnerv weiter. Die geschädigten Bereiche im Ohr können also damit einfach umgangen werden.
In Europa sind derzeit (Stand 1/2019) vier Hersteller von Cochlea-Implantaten am Markt vertreten, deren Produkte sich in vielen technischen Details unterscheiden, dem Nutzer jedoch alle vergleichbar gute Voraussetzungen für ein optimales Hörergebnis bieten: Med-El, Cochlear, Advanced Bionics und Oticon Medical.
Cochlea-Implantate kommen bei hochgradig schwerhörig oder gehörlos geborenen Kindern, bei nach dem Spracherwerb ertaubten Menschen und auch bei Menschen mit hochgradigen oder an Taubheit grenzenden Hörverlusten zur Anwendung.
Man unterscheidet zwischen vier verschiedenen Typen von
Hörimplantaten: Cochlea-Implantat, Knochenleitungsimplantat, Mittelohrimplantat und Hirnstammimplantat.
Arten von Hörimplantaten
- Cochlea-Implantate (CI)
- Knochenleitungsimplantate.
- Mittelohrimplantate (MEI)
- Hirnstammimplantate (ABI)